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Tarot und die 4 Elemente

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Der Widerstreit, mit dem sich unser Ego gegen das Höhere Selbst auflehnt, zieht sich durch die gesamte Stäbe-Serie. Wenn wir Ziele nicht erreichen können und Widerstände erleben, ist dies stets ein Hinweis auf den Kampf unseres irdischen Willens, der sich nicht im Einklang mit dem kosmischen Willen befindet. Beispielsweise sagt uns die Karte 2 Stäbe, dass wir uns bei der Durchsetzung unseres Anliegens momentan noch beherrschen sollten, weil wir unsere Ziele zu kurzfristig und kleinkariert ansetzen. Wir sollten statt dessen unseren Blick in die Weite schweifen lassen, denn unsere gegenwärtige Perspektive erfasst nur einen Teil des Ganzen. Oder die Karte 5 Stäbe sagt uns: „Sache gut, Zeitpunkt zu früh.“ Unser Ego ist ungeduldig und will seine Ziele naturgemäß sofort erreichen. Doch aus Gründen, die unser irdischer Wille nicht erkennen kann, sollten wir beim Ziehen dieser Karte aus unserem Hamsterrad aussteigen und unsere Aufmerksamkeit kurzzeitig auf völlig andere Ziele ausrichten. Wenn wir diesen Rat befolgen, machen wir den Weg frei für übergeordnete Zusammenhänge. Verbindungen, die erneut das Begriffsvermögen unserer irdischen Perspektive überfordern, können erst dann stattfinden, wenn wir den Druck, den wir auf unsere Sache gerade ausüben, vermindern (Loslassen!). 7 Stäbe sagen uns, dass wir uns durch unsere Zielsetzung profilieren wollen und gerade dabei sind, unsere Sache als solche aus den Augen verlieren („mit mir nicht!“ „Euch wird ich’s zeigen“ und ähnliche Empörungsrufe des Ego sind ein optimales Barometer hierfür). Hilfreich ist in solchen Fällen natürlich, herauszufinden, wem wir denn konkret mit unserer kämpferischen Einstellung etwas beweisen wollen; andere Karten der Auslage werden Hinweise hiefür liefern und uns dabei helfen, wieder in eine gelassenere Ausgangsposition zu geraten.

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Wenn wir Willensimpulse auf ihren Ursprung hin untersuchen, werden wir immer zwei grundlegende Antriebsquellen finden. Einerseits verfügt der Mensch über den elementaren Willen, körperlich zu überleben, was sich als der Antrieb zur Nahrungssuche und zur Fortpflanzung, als unser Überlebens-Trieb äußert (Farbzuordnung beim Crowley/Harris-Tarot Rot). Diese Motivation, die uns nach wie vor nicht im geringsten von der Tierwelt unterscheidet, hat unser Dasein auf diesem Planeten überhaupt erst ermöglicht. Ohne unserem Körper Nahrung zu verschaffen, würden wir verhungern, ohne Fortpflanzung würde unsere Art sehr schnell aussterben. Dieser elementare Überlebenswille wird als der irdische Wille bezeichnet.

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Einst, in ferner Vergangenheit, gelang es dem Urmenschen, das Feuer zu zähmen. Er, der als instinktgesteuertes Wesen bislang auf Gedeih und Verderb den Launen der Natur ausgeliefert gewesen war, lernte jetzt, das vormals übermächtige Feuer seinem Willen gemäß zu nutzen. Der Einsatz des Feuers ermöglichte es dem Urmenschen, seine Lebensgewohnheiten nicht mehr völlig den Kräften der Natur unterzuordnen. Ab sofort konnte er einschneidende Veränderungen seiner bisherigen Verhaltensabläufe vornehmen. Er konnte in natürliche Rhythmen aktiv eingreifen. Die Nacht beispielsweise, die er als tagaktives Tier bislang wartend und schlafend verbracht hatte, konnte er nun bewusst für sich nützen. Er konnte beim Licht und der Wärme des Feuers trotz äußerlicher Dunkelheit wachen und gewann so zusätzliche Zeit. Er begann, Pläne zu schmieden und sich bereits im Voraus auszumalen, was er während der folgenden Tage unternehmen wollte. Er trat aus der Gegenwart heraus und sagte bewusst: „Ich will“ – der individuelle menschliche Wille war erwacht.

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Um die unterschiedlichen Aggregatszustände der Elemente zu verdeutlichen, wollen wir uns einmal das Element Wasser genauer betrachten. Wasser repräsentiert unsere Gefühle und wird im Tarot durch die Serie der Kelche symbolisiert. Niemand hat je ein Gefühl in einem Reagenzglas unterbringen können. Trotzdem wird wohl kaum jemand das Vorhandensein von Gefühlen leugnen können. Versuchen Sie bitte, die folgenden Zustände des Elementes Wasser analog zu Ihren Gefühlen in Bezug zu setzen (kennen Sie eisige oder auch hitzige Gefühle?).

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Für unser Wohlbefinden als menschliche Wesen ist die Ausgewogenheit der vier Elemente von entscheidender Bedeutung. Wenn diese in uns und durch uns wirkenden Kräfte in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen, fließt unsere Energie blockadefrei und ausgeglichen, wir fühlen uns körperlich, psychisch und seelisch wohl. Haben wir jedoch ein Element im Übermaß, hat dies Unbehagen auf den unterschiedlichen Ebenen zur Folge. Durch die Ausstrahlung der entsprechenden Energie ziehen wir als Resonanz dieses Ungleichgewicht dann in unserer Umwelt an, wir erschaffen uns im Außen Situationen, die unser inneres energetisches Ungleichgewicht zum Ausdruck bringen. Außerdem bewirkt das Übermaß des einen Elementes natürlich ein Defizit eines anderen Elementes, was gleichermaßen negative Folgen nach sich zieht. Ein Großteil des angesprochenen Energiepotentials ist im Unbewussten angesiedelt und wirkt dadurch ohne unsere bewusste Einflussnahme. Wenn wir jedoch lernen, dieses bislang unbewusste Potential in unser Bewusstsein zu heben und sinnvoll zu anzuwenden, gehen wir unserer Schöpferkraft einen Schritt entgegen. Wir transformieren von den Opfern der äußeren Umstände zu den bewussten Schöpfern unseres Schicksals. Dies ist der wahre Sinn und Zweck einer seriösen Tarotbefragung. Anhand der Karten des kleinen Arkanums, die ja alle den vier Elementen zugeordnet sind, kann man feststellen, ob die elementaren Kräfte des Fragers im Gleichgewicht sind oder auch nicht.

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Energie, z. B. Gedankenenergie, die sich in der grobstofflichen Welt bereits materialisiert hat, ist natürlich wesentlich schwieriger zu verändern oder wieder zurück in ihren Auflösungszustand zu transformieren, als wenn sie sich noch gar nicht bis in die Grobstofflichkeit herein verdichtet hat und sich noch in ihrem feinstofflichen Aggregatszustand befindet. Wenn man durch die Anwendung des Wissens von den vier Elementen die Möglichkeit hat, feinstoffliche Energie bereits vor ihrer materiellen Verdichtung zu erkennen und bewusst zu lenken, ergibt sich hieraus eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten kann ein bewusster Mensch zur Gestaltung seiner grobstofflichen Welt natürlich positiv und konstruktiv nutzen. Der Durchschnittsmensch bezeichnet die bewusste Anwendung der vier Elemente und ihrer Kräfte als Magie. Doch bei genauerer Betrachtung ist diese Magie nichts anderes als das gezielte und bewusste Anwenden von allgemein gültigen Naturgesetzen. Und nochmals, für die Wirksamkeit der Naturgesetze ist es absolut gleichgültig, ob wir uns ihrer bewusst sind und sie anerkennen oder ob wir uns über sie unbewusst sind, sie vielleicht sogar ablehnen. Die Naturgesetze wirken stets.

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Der Begriff Element stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Idee, Keim, Urstoff. Damit wird angedeutet, dass alles, was uns in der grobstofflichen Welt begegnet, letztlich auf die vier Elemente als Keim, als Urstoff zurückzuführen ist. Jegliche Materie besteht, wenn wir sie auf ihre ursächlichen Grundbestandteile reduzieren, letztlich aus einem Zusammenspiel der vier Elemente. Wie uns der Begriff Idee zusätzlich verdeutlicht, ist diese Tatsache keineswegs auf die Welt der Materie beschränkt, sondern hat in den feinstofflichen Bereichen gleichermaßen Gültigkeit.

 

Ein Element ist pure Energie. Energie als solche ist unzerstörbar. Man kann Energie zwar umwandeln, indem man sie beispielsweise in einzelne Substanzen zerlegt und dann wieder neu zusammenfügt, man kann ihren Aggregatszustand verändern, doch Energie als solche kann man niemals zum Verschwinden bringen. Gleichgültig, in welche unterschiedlichen Zustände man Energie verwandelt, sie bleibt stets vorhanden. Im Kosmos geht nichts, aber auch rein gar nichts jemals verloren. Für die vier Elemente, die ja pure Energie sind, gilt dies natürlich ebenfalls.

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Tarot - Tarot und die 4 Elemente

Die kleinen Arkanen lehren uns, mit Kräften wie unseren Gedanken und anderen uns zur Verfügung stehenden Energien, achtsamer umzugehen. Natürlich lernt kein Mensch den bewussten Umgang mit diesen machtvollen Kräften von Heute auf Morgen, sondern ausschließlich auf dem Weg der kleinen Schritte. Dies wiederum ist einer der Gründe, warum das kleine Arkanum aus so vielen, nämlich 56 Karten besteht. Ein weiterer Grund für die große Anzahl kleiner Arkanen ist die unendliche Vielfalt des Lebens und die unbegrenzten Möglichkeiten, aus denen wir schöpfen dürfen.

Die Tarot-Karten des kleinen Arkanums symbolisieren uns diese schöpferischen Kräfte anhand der vier Elemente und lehren uns den bewussten Umgang mit diesen Energien. Durch Lesen und Deuten unserer Auslagen heben wir vormals unbewusste Kräfte in den Bereich unseres Bewusstseins und werden sozusagen „Herr im eigenen Haus“. So erklärt sich, warum kleine Arkanen uns einerseits über unsere Situationen und Personen informieren, andererseits einen Schritt tiefer aufzeigen, wie wir diese äußeren Umstände selbst erzeugen, schöpfen, kreieren. Wir erhalten exakten Aufschluss über diese Energieformen durch die Kenntnis der vier Elemente. All unsere Lebensumstände ergeben sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlichster Energien, welche für unsere menschlichen Sinne meistens nicht erkennbar sind. Das Auslegen der Karten informiert uns über Zusammenhänge und Hintergründe, die ohne entsprechendes Hilfsinstrument außerhalb unseres Blickfeldes liegen und uns unbewusst sind.

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Abbildungen der Rider Waite Tarot Karten mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag © 1971 U.S. Games Systems, Inc / 1983 AGMüller Urania.
www.koenigsfurt-urania.com
Tarot Bild des Monats - Januar 2010